Aktuelles
Press Release 20.9.2008: Das letzte Rennen - der letzte Punkt
Die Vorbereitungen auf den letzten Lauf der Le Mans Serie begannen mit Testfahrten auf dem Hockenheimring, welche zwar einige Erkenntnisse brachten, leider jedoch aber auch mit einem Motorschaden endeten. Da die Zeit nicht mehr reichte, den Motor am Teamsitz in Siegburg zu wechseln, reiste das Kruse Schiller Motorsport Team früher als ursprünglich geplant nach Silverstone in England, um am Mittwoch vor dem Rennen vor Ort den Motor zu wechseln. Am Donnerstag wurden dann bei einem Shakedown in Stowe alle Systeme erfolgreich überprüft und so war das Team gut vorbereitet auf die Trainingsläufe.
Alle 3 freien Trainingsläufe, das Qualifying und auch das Rennen selber liefen aus technischer Sicht absolut ereignislos, der Wagen und vor allem der Mazda-Motor funktionierten wie ein Uhrwerk. Es gab jedoch einige Probleme im Bereich des Setup und der Reifen und dadurch wurden wirklich schnelle Rundenzeiten leider verhindert. Im 1. freien Training erzielte das Team eine 1:43.236 (11. Platz in der LMP2 Klasse). Das verregnete 2. freie Training sah das Team dann mit einer Zeit von 2:18.967 auf dem 5. Platz der Klasse, im Regen funktionierten Reifen und das Setup sehr gut. Leider blieb es dann aber für den Rest des Wochenendes weitgehend trocken...
Im Qualifying am Samstag saß Jean de Pourtales hinter dem Lenkrad des Lola-Mazda und erzielte mit einer Rundenzeit von 1:38.417 den 12. Platz, der 25. Platz insgesamt in der Startaufstellung. Ein besseres Ergebnis wäre durchaus möglich gewesen, denn in seiner letzten fliegenden Runde fuhr Jean in den ersten beiden Sektoren eine persönliche Bestzeit und nur ein kleines Problem im 3. Sektor verhinderte eine bessere Startposition.
Der Rennsonntag kam - und mit mehr als 50.000 Zuschauern wurde ein neuer Rekord aufgestellt. Noch nie zuvor sahen so viele Zuschauer live an der Strecke einen Lauf der Le Mans Serie, und die Tatsache das noch wichtige Titelentscheidungen offen waren zwischen Peugeot und Audi trug sicherlich zum hohen Zuschauerandrang bei. Angesichts dieser Zahlen hatte dann auch der Wettergott ein Einsehen und verzichtete auf das übliche nasse Wetter, welches schon so viele Spätsommerrennen in England prägte.
Nun, das Rennen hielt was es versprach, und über mangelnde Spannung während des Rennens brauchten sich weder die Fahrer noch die Zuschauer zu beklagen. Auch die KSM Piloten Jean de Pourtales und Hideki Noda hatten einige aufregende Momente im Verkehr auf dem Kurs im Silverstone, insbesondere beim Überholen der langsameren GT-Fahrzeuge. Gott sei Dank meisterten die beiden dies jedoch hervorragend, nicht selbstverständlich, denn das solche Überrundungsmanöver auch schief gehen können, dies musste das französiche Peugeot Team ja schmerzlich erfahren. Die Boxenstoppstrategie bei KSM war sehr gut, insbesondere die Safetycar-Phasen wurden strategisch sehr gut genutzt.
Der Kruse Schiller Lola Mazda holte mit dem 8. Platz den letzten zu vergebenden Meisterschaftspunkt. Natürlich hatte das Team mehr erhofft, aber nachdem man in dieser Saison bereits mehrmals mit leeren Händen abreisen musste, war dies dann doch noch ein zumindest zählbares Ergebnis.
Hardy Schiller: "Ich bin mit einem guten Gefühl nach England gereist und wünschte mir ein sorgenfreies Rennen mit einer Platzierung in den Top 6. In den Trainings mussten wir allerdings feststellen das uns die gleichen Probleme mit den Vorderreifen wie am Nürburgring einholten. Wir haben die Vorderreifen einfach nicht richtig zum arbeiten bekommen. Deshalb hatten unsere Fahrer mit starkem untersteuern zu kämpfen. Ansonsten hatten wir ein stressfreies Rennen mit wieder einmal ganz tollen Boxenstops von unserer Mannschaft bei der ich mich hiermit auch bedanken möchte."
Kai Kruse: "Das wir das Rennen in Silverstone beenden konnten und dabei noch einen Punkt ergattern konnte, lässt den Saisonabschluss ein wenig versöhnlich erscheinen. Es ist kein Geheimnis, das wir mit der Saison nicht zufrieden sind und unsere Erwartungen nicht erfüllt haben. Zum einen war die Konkurrenz stärker als erwartet und uns ist es nicht recht gelungen das Zusammenspiel Fahrer- Set Up und Reifen in Einklang zu bringen - daran werden wir im Winter weiter arbeiten. Positiv stimmt mich die Leistung unsere Mannschaft, die es trotz später Entscheidung zu dem ganzen Programm und einiger Rückschläge immer wieder geschafft hat, den Lola Mazda mit einer guten Zuverlässigkeit auf die Strecke zurückzubringen."
Press Release 21. August 2008: KSM im Ziel am Nürburgring
Zum 1. Mal seit dem 1000 km Rennen in Monza erreichte der KSM Lola Mazda die Zielflagge - und dies, obwohl es während des Rennens erhebliche Probleme gab.
Während der freien Trainings und des Qualifikationstrainings lief der Lola Mazda technisch absolut problemlos und zeigte eine hohe Zuverlässigkeit. Leider hatte das Team jedoch mit zu geringen Reifentemperaturen zu kämpfen, was den Job der beiden Fahrer Jean de Pourtales und Hideki Noda nicht gerade einfach machte. Die Rundenzeiten blieben in der Folge moderat, im entscheidenden Qualifikationstraining erreichte das Team eine Rundenzeit von 1:47,233, dies bedeutete den 26. Startplatz (12. Platz in der LMP2 Klasse).
Am Renntag herrschten hervorragende Wetterbedingungen und erfahrene Nürburgringbesucher wissen, dass dies auch ganz anders aussehen kann. Obwohl der Start- und Zielbereich derzeit eine Großbaustelle ist, war die Atmosphäre sehr gut und mehr als 20.000 Zuschauer kamen zum Rennen. Nach einem ereignislosen Warm up und einem guten Start legte Hideki Noda leider bereits nach 7 Runden einen verfrühten Boxenstop ein. Zunächst wurde ein Problem mit den Reifen vermutet, nach einer gründlichen Überprüfung konnte der Wagen jedoch schnell wieder auf die Strecke geschickt werden.
Während der nächsten Runden lief das Fahrzeug dann ohne Probleme. Regelmäßige Zuschauer der Le Mans Serie wissen, das KSM in dieser Saison nicht gerade von der Glücksfee verfolgt wurde - und dies war leider auch am Nürburgring wieder der Fall. Während des 2. regulären Boxenstopps wurde ein Kupplungsdefekt entdeckt, und obwohl das Fahrzeug weiterfahren konnte gab es in der Folge natürlich bei jedem Boxenstop Verzögerungen, denn ein Anfahren war nur noch bei eingelegtem Gang mit Hilfe des Startermotors möglich. Trotzdem hielt das Fahrzeug diese Tortur bis zum Schluss durch und das Rennen konnte beendet werden, obwohl sich das Team von seinem Heimspiel natürlich deutlich mehr erwartet hatte.
1000 km Nürburgring: Hideki Noda am Lenkrad
Am Ende lag KSM dann nach 172 gefahrenen Runden auf dem 21. Platz im Gesamtklassement (11. Platz in der LMP2 Kategorie), die schnellste dabei erzielte Rundenzeit betrug 1:48,094. Das Team bereitet sich jetzt auf den letzten Lauf der Le Mans Serie in Silverstone vor.
Hardy Schiller: "Einerseits ist ein 11. Platz in der Klasse natürlich kein Wunschergebnis, auf der anderen Seite war es aber auch wichtig, nach den Ausfällen in Belgien und in le Mans mal wieder über die volle Distanz zu kommen. Im Training lief es schon sehr bescheiden, weil wir in den ersten beiden freien Trainings vergeblich versucht haben, einen neuen Dunlop-Reifen zum Funktionieren zu bringen. Im 3. freien Training verwendeten wir dann wieder die bisherige Reifenmischung und das Ergebnis wurde sofort besser, aber die Pneus arbeiteten immer noch nicht gut genug um eine wirklich schnelle Rundenzeit zu erreichen. Für das Rennen war meiner Meinung nach der nötige Speed grundsätzlich da, leider verabschiedete sich im ersten Drittel des Rennens das Ausrücklager der Kupplung , so das wir bei den Boxenstops sehr viel Zeit beim Losfahren verloren haben. Das gesamte Team hat wie immer einen super Job gemacht, wofür ich mich hiermit noch mal bedanken möchte."
Kai Kruse: "Sicherlich war es gut, nach langer Zeit mal wieder die Zielflagge zu sehen, aber das Ergebnis entspricht natürlich nicht unseren Erwartungen - speziell nach unseren positiven Vorbereitungen. Uns ist es leider nicht gelungen die Reifen optimal ans Arbeiten zukommen, was Hideki und Jean das Leben natürlich nicht leichter gemacht hat. Unter diesen Umständen haben beide einen guten Job gemacht und unsere Rundenzeiten im Rennen stimmen mich ebenfalls positiv, da wir im Rennen durchaus konkurrenzfähig waren und in die Punkte hätten fahren können. Der Kupplungsausfall beruht auf einem Schaden an einem Kleinteil, was natürlich sehr ärgerlich ist. Ansonsten möchte ich der Mannschaft wieder einmal dafür danken, dass unsere Boxenstops optimal verliefen und das Auto bis auf den Kupplungsausfall absolut zuverlässig lief."
Press Release 8. August 2008: Kruse Schiller Motorsport blickt optimistisch auf Heimrennen
Vom 15.-17.08.2008 findet auf dem Grand Prix Kurses des Nürburgrings das traditionelle 1000 km Rennen statt, welches im Rahmen der Le Mans Series als 4. von 5 Wertungsläufen zur berühmtesten Europäischen Sportwagenmeisterschaft ausgetragen wird. Die Rennstrecke liegt weniger as 100 km entfernt von unserem Teamsitz in Siegburg und wir freuen uns natürlich ganz besonders auf unser Heimrennen.
Der bisherige Saisonverlauf hat unsere Erwartungen bei weitem nicht erfüllt, insbesonders wenn man an die Unfälle beim letzten LMS Rennen in Spa Francorchamps und beim 24h Rennen in Le Mans denkt. Wir haben die 8-wöchige Sommerpause genutzt um uns intensiv auf die letzten 2 Rennen der LMS Saison vorzubereiten. Unser Lola Mazda LMP2 wurde sorgfältig wieder aufgebaut und dabei wurden einige Verbesserungen im Bereich Gewichtsoptimierung und Fahrzeugdämpfung umgesetzt. Die Öhlins Stossdämpfer wurden bei einem Prüfstandstag mit dem Fahrzeug in England an neue Reifenkonstruktionen von Dunlop, welche die Sommerpause ebenfalls intensiv nutzten, angepasst. Die gewonnen Erkenntnisse konnten wir dann bei einem erfolgreichem Test am Eurospeedway auch gleich umsetzen. Unsere Stammfahrer Hideki Noda und Jean de Pourtales sowie 2 italienische Nachwuchsfahrer fuhren problemlos nahezu 600 Kilometer. Wir haben uns einige neue Fahrwerkseinstallungen erarbeitet, mit denen wir für die Streckenanforderungen des Nürburgrings gut gerüstet sind.
Test auf dem Eurospeedway
Hardy Schiller: " Die Sommerpause hat uns allen gut getan, nachdem wir direkt nach Le Mans, was mit dem schweren Unfall von Hideki wirklich sehr anstrengend war, erstmal 2 Wochen Pause gemacht haben. Mit vollen Batterien haben wir dann wieder Gas gegeben und die Jungs haben den Wagen in einigen Bereichen weiter optimieren können und der Test am Eurospeedway stimmt uns zuversichtlich in die richtige Richtung gearbeitet zu haben, insofern freue ich mich sehr auf unser "Heimrennen" am Ring."
Kai Kruse: " Die Sommerpause war wirklich nötig! Wir hatten mit den 3 LMS Rennen, den 24h von Le Mans und unseren Tests eine wirklich intensive erste Jahreshälfte. Leider sind wir bisher für unsere Bemühungen und Anstrengungen noch nicht belohnt worden. Wir haben nach einer kurzen Pause wieder intensiv gearbeitet um unseren Lola Mazda weiter zu verbessern. Leider, oder Gott sei dank, ist das Level in der Serie inzwischen so hoch, das man sich als Team immer weiter verbessern muss, deshalb bereiten wir uns z.T. auch schon auf 2009 vor. Stillstand bedeutet hierbei Rückschritt und ich hoffe dass unsere Schritte groß genug sind um auf die starke Konkurrenz ein wenig Boden gut machen zu können. Wir haben eine tolle Truppe von Ingenieuren und Mechanikern und ich bin mir sicher, Sie sind genauso motiviert für unser Heimrennen am Ring wie ich es bin - wir freuen uns das es wieder losgeht!"
Hideki Noda: " Ich freue mich dass es wieder losgeht und es war gut nach meinem Unfall in Le Mans vor dem Rennen am Ring noch mal im Auto zu sitzen. Das Team macht einen guten Job und der Lola fühlt sich mit den Verbesserungen gut an, nur waren wir bisher leider nicht von Glück verfolgt. Wir hoffen das sich das nun ändert und wir am Nürburgring ein gutes Ergebnis einfahren können."
Jean de Pourtales: "Ich bin überzeugt dass sich die Bemühungen des Teams bald bezahlt machen werden. Die Änderungen vom letzten Test stimmen mich positiv, ebenso wie die Zuverlässigkeit die der Lola und speziell der Mazda Motor an den Tag legen. Ich freue mich das es wieder los geht!"
17. Juni 2008: Im Geiste von Le Mans
Technische Abnahme und Training
Teams wie KSM seien "im Geiste von Le Mans" - dieser Kommentar im Eurosport TV während der Übertragung am Samstagabend war zumindest eine kleine Anerkennung für unseren Einsatz, das Auto an den Start der 24 Std. von Le Mans zu bekommen. Radio Le Mans bezeichnete uns sogar als "Helden des Wochenendes", klingt gut, aber kommen wir zunächst mal zum Anfang der Rennwoche:
Obwohl der Franzose Jean Francois Yvon während des offiziellen Testtages als 3. Fahrer in unserem Auto saß, entschieden wir uns dann doch für den Dänen Allan Simonsen, eine ausgezeichnete Wahl, wie seine späteren Rundenzeiten zeigen sollten. Nach erfolgreich absolvierter technischer Abnahme - sie findet in der Innenstadt von Le Mans auf dem "Place du Jacobin" statt - erzielten wir dann im ersten Training eine Rundenzeit von 3'47.802. Kurz danach, etwa 10 Minuten vor dem Ende des ersten Trainings, gab es dann leider ein Problem mit der Kupplung. Die abschliessende Reparatur dauerte dann leider etwas länger, so das wir während der 1. Stunde des Nachttrainings leider nicht auf die Strecke gehen konnten.
Es geschah dann etwa 30 Minuten vor Mitternacht und dem Ende des Nachttrainings: Hideki war bereits auf seiner letzten Runde und auf dem Weg zurück in die Box als das Auto die Randsteine eingangs der Dunlopschikane berührte, Unterluft bekam und dann kurzerhand abhob. Nachdem sich der Wagen insgesamt 8-mal überschlagen hatte kam der Lola - oder vielmehr das, was davon noch übrig war - im Kiesbett zum Stillstand, währenddessen "regneten" noch weiterhin Trümmerteile vom Himmel. Nach endlos erscheinenden Sekunden fing Hideki dann an, sich zu bewegen und konnte zu unserer grossen Erleichterung das Auto aus eigner Kraft verlassen. Während Hideki zum obligatorischen medizischen Test musste, wurden die Überreste unseres Lola Mazda eingesammelt und zurück an die Box gebracht.
Video: Hideki's Unfall bei YouTube, 3:21 Min.
Das 48 Std. Rennen
Das Auto als "schwer beschädigt" zu bezeichen wäre wohl die Untertreibung des Wochenendes, es war ein Wrack, welches in unserer Box angeliefert wurde! Die Sprecher von Radio Le Mans und die meisten Leute, welche den Unfall und das Auto gesehen hatten, waren sich sicher, das unser Startplatz am Samstag leer bleiben würde. Nachdem wir die restlichen Trümmer der Verkleidung und der Radaufhängungen entfernt hatten, stellte sich heraus, daß das Chassis vorne links Risse bekommen hatte.
Die Lola Techniker an der Rennstrecke bildeten sofort eine "schnelle Eingreiftruppe" und kamen zur Hilfe. Nach einer intensiven Begutachtung des Schadens und abschließender Diskussion erhielten wir dann am Donnerstagmittag grünes Licht von Lola und dem Veranstalter A.C.O. für eine Reparatur des Chassis. Vor uns lag nun die Herkulesaufgabe, bis zum Samstag ein rennfähiges Auto auf die Beine zu stellen. Dabei unterstützten uns alle unsere Partner hervorragend, Lola-Chef Martin Birrane besuchte persönlich unsere Garage und fragte nach, ob wir weitere Unterstützung benötigten. Das 48 Std. Rennen bis zum Warm-up am Samstag hatte begonnen - Hey, wer braucht schon Schlaf?
Der komplette Wiederaufbau unseres Autos verschlang natürlich den Löwenanteil unseres Vorrates an Ersatzteilen - wenn also während des Rennens z.B. irgendwas an der Verkleidung beschädigt würde, dann müsste Klebeband zur Reparatur reichen. Glücklicherweise brauchten wir uns um den Motor keine Sorgen zu machen, denn der Einsatzmotor für das Rennen befand sich noch nicht im Fahrzeug, als der Unfall passierte. Am Samstagmorgen war es schließlich geschafft, und der Applaus von der Hauptribüne, als unser Auto mit Hideki am Lenkrad die Boxengasse verließ, war unvergesslich und der emotionale Höhepunkt des Wochenendes.
Bei dieser Gelegenheit möchten wir uns nochmal ausdrücklich bei allen unseren Partnern bedanken, die Unglaubliches geleistet haben um das Auto wieder auf die Strecke zu bringen: die Lola Techniker, die Leute vom "Projekt Seven" und natürlich ganz besonders bei unserer Mechanikercrew, die einen tollen Job gemacht hat.
Das 24 Std. Rennen
Nach dem Warm-Up stellte sich heraus, das noch einige weitere Reparaturen nötig waren, aber schließlich schafften wir es dann, pünktlich unseren Platz in der Startaufstellung einzunehmen. Während der ersten Stunden funktionierte der Wagen weitgehend störungsfrei, kaum zu glauben wenn man an die letzten 3 Tge zurückdachte. Vom Speed her haben wir uns darauf konzentriert, das Tempo der schnellsten GT1-Fahrzeuge zu halten, denn unsere Priorität lag natürlich weniger auf Top-Rundenzeiten, sondern vielmehr auf dem Erreichen der Zielflagge. Wir hielten gut mit und Allan Simonsen konnte sogar eine Runde in 3:46,061 fahren, unsere schnellste Runde der gesamten Rennwoche.
Nach der ersten Stunde lagen wir auf Platz 39, nach zwei Stunden auf Platz 34 und nach vier Stunden führte und der stündliche A.C.O.-Bericht auf Platz 28. Wir waren gerade dabei, weitere Positionen gutzumachen, als ein Problem mit der Schaltung zum Verlust des 5. Gangs führte. Wenn so etwas kurz vor dem Ende des Rennens passiert, ist das normalerweise kein Problem, man fährt einfach mit den verbliebenen Gängen weiter. Da sich das Rennen aber noch in der Anfangsphase befand, entschlossen wir uns zu einer Getriebereparatur. Dabei verloren wir ca. 50 Minuten aber letztendlich waren wir wieder auf der Strecke und das Rennen ging für uns weiter. Weitere Probleme tauchten auf, die uns aber alle nicht soviel Zeit kosteten wie das Getriebeproblem.
Es war dunkel, wirklich stockdunkel als das Pech am Sonntagmorgen um 2:33 ein letztes Mal zuschlug: Jean musste, nachdem er eine grosse Rauchwolke produziert hatte, den Wagen im Innenbereich der Strecke hinter Mulsanne abstellen, leider so weit weg von der Box wie irgend möglich. Die Kraftübertragung streikte und es ging nicht weiter.
Jean fährt mit einer Prothese als linkem Arm. Da an dieser Prothese das Lenkrad fixiert ist, musste er die Heckverkleidung einhändig entfernen und Reparaturversuche starten. Später funkte er dann mit der Bitte um Unterstützung die Box an, aber es gelang uns nicht mehr, das Auto zum Laufen zu bringen - ein Teil des Antriebs zwischen Motor und Getriebe war defekt.
Das Auto stand in einem Bereich der Strecke, welcher nicht über Zufahrtstrassen zu erreichen war. 2 Stunden nach dem Ausfall lief Jean dann durch den Wald zurück in Richtung Boxengasse, das Rennen war damit leider vorbei für uns.
Nun, nach diesen Ereignissen fällt es wirklich nicht leicht, ein positives Fazit am Ende dieses Berichtes zu ziehen, aber zumindest wissen wir nun, was für eine tolle Crew wir haben und was wir zusammen mit unseren Partnern leisten können: Wir haben niemals aufgegeben!
Pressemitteilung 6. Juni 2008: Kruse Schiller Motorsport fiebert dem Saisonhöhepunkt entgegen
Am übernächsten Wochenende finden im französischen Le Mans die 76 Auflage des berühmtesten 24h Rennen im Motorsport statt, die "24 heures du Mans. Nach einer bisher durchwachsenen Saison in der Le Mans Serie, für das Team aus Siegburg, fiebert die Mannschaft rund um Hardy Schiller und Kai Kruse diesem Event mit Ihrem LMP2 Lola Mazda mit Hochspannung entgegen. Zwei äußerst positive Tests in Magny Cours und am vergangenen Wochenende beim sogenannten Pre-Test in Le Mans selbst, lassen die Mannschaft zuversichtlich auf das Event vorausblicken. Das Lola B07/46 Chassis und der Mazda MZR-R Motor zeigten die Zuverlässigkeit die beim Rennen zweimal um die Uhr eine sehr entscheidende Rolle spielen. Ebenso erlaubte das regnerische Wetter in Le Mans auch diverse Reifenmischungen und Konstruktionen von Dunlop für die unterschiedlichen Bedingungen auszuprobieren, was ebenfalls durchweg zu positiven Ergebnissen geführt hat. Entscheidend für den Erfolg in Le Mans ist nicht primär der Speed, sondern vielmehr ein hoher Grad an Zuverlässigkeit der Technik, schnelle und sichere Boxenstops wo Kruse Schiller Motorsport im Verlauf der 2008er Le Mans Series Saison zu den schnellsten Teams zählt, eine gute Strategie und mit Hideki Noda, Jean de Pourtales und Allan Simonsen eine erfahrene, schnelle Fahrerbesetzung die weiß das daß Rennen nicht in der ersten Kurve gewonnen wird. Ebenso gilt es sich schnellstmöglich an die doch oft eintretenden Witterungsbedingungen anzupassen. Die Belastung für Mensch und Maschine wird hoch sein und KSM blickt dieser Herausforderung mit Spannung entgegen.
Kai Kruse: "Es ist schwierig das Rennen in Le Mans zu beschreiben. Es wird nun mein 3.Rennen dort sein und ich weiß wie es ist zu führen, anzukommen und auch auszufallen. Für jemanden der noch nicht dort war ist es wohl kaum zu verstehen, aber wer dieses Rennen beendet oder gar gewinnt der hat für mich den Mount Everest des Motorsports bestiegen. Nirgendwo sonst geht es um das Team als Ganzes; Fahrer, Techniker und das Auto für 24h am Limit zu bewegen und es dann zu bewältigen ist ein großartiges Gefühl!"
Hardy Schiller: " Ich habe schon einige 24h "Schlachten" selbst als Fahrer miterlebt, sowohl auf dem Motorrad und auch im Auto, aber in Le Mans war ich noch nicht dabei und ich freue mich auch schon auf das Rennen. Unsere Mechaniker haben in der Vorbereitung gute Arbeit gemacht und wir waren bei allen Dingen die für solch ein langes und hartes Rennen wichtig sind sehr gründlich und präzise und das gibt mir ein gutes Gefühl. Wichtig ist das alle im Team und hier die Fahrer im Besonderen immer mit Köpfchen fahren und nicht versuchen etwas mit Gewalt zu erzwingen. Aber ich denke Jean, Hideki und Allan sind sich dessen bewußt und werden bestimmt einen guten Job machen. Wenn alles ohne Probleme läuft sind wir ganz sicher auch gut mit dabei!"
Jean de Pourtales: "Le Mans ist der Höhepunkt der Saison, insofern sind alle darauf fokussiert und für mich als Franzose ist es zudem noch mein Heimrennen. Nachdem Ausfall im letzten Jahr möchte ich hier natürlich Einiges gutmachen. Der Vortest war für uns sehr erkenntnisreich und wir konnten uns gut auf alle Wettereventualitäten einstellen. Was unseren Speed angeht bin ich ebenfalls sehr zuversichtlich, aber das Wichtigste ist das wir gut durch die Nacht kommen, um am Ende in einer guten Ausgangslage für ein gutes Ergebnis zu sein."
Hideki Noda: " Es wird mein erstes Rennen in Le Mans sein und ich hoffe, es wird sich für mich zu einem Höhepunkt meiner Karriere entwickeln! Das Team hat in den letzten Wochen hart gearbeitet und den Lola Mazda in vielen Bereichen stetig verbessert. Ich fühle mich wohl im Auto und im Team. Es kommen viele Freunde und Gäste aus Japan die mir und dem Team die Daumen drücken werden, insofern werde ich in der Rennwoche das Beste geben um am Rennsonntag mit einem guten Ergebnis über die Ziellinie zu fahren."
Allan Simonsen: " Ich bin froh das ich doch noch eine Möglichkeit gefunden habe um in Le Mans beim berühmtesten 24h Rennen mit dabeizusein, nachdem mein ursprüngliches Team seine Nennung zurückgezogen hat. Noch mehr freue ich mich natürlich, das sich eine Möglichkeit in einem so starken und professionellem Team wie KSM ergeben hat. Seit 2004 war das Siegerchassis immer ein Lola und Mazda hat mit der Unterstützung von AER einen starken Motor gebaut, der in den letzten Rennen sehr zuverlässig gelaufen ist. Zusammen mit der weiteren Unterstützung von Dunlop und wenn wir keine Probleme habe, sehe ich keinen Grund, warum Jean, Hideki und Ich am Ende des Rennens, nicht die Treppe zum Siegerpodest hochgehen sollten".
1. Juni 2008: Testtag in Le Mans
Die Wetterbedingungen waren sehr schwierig, der Zustand der Strecke wechselte häufig von trocken zu nass und wieder zu trocken. Unsere Fahrer sorgten jedoch für ganz solide Rundenzeiten, insgesamt schafften wir 614 Km ohne technische Probleme. Der LKW und unser Lola werden in Le Mans bleiben, jetzt heißt es warten auf die technische Abnahme in der Innenstadt von Le Mans am 10. Juni.
© Deborah Dudley
10. Mai 2008: KSM verzichtet auf Start in Spa Francorchamps
Das Qualifikationstraining der LMP war gerade mal 5 Minuten alt als unser Lola mit Jean am Steuer in der ersten Linkskurve hinter Rivage von der Strecke abkam und in die Reifenstapel einschlug. Jean blieb dabei glücklicherweise unverletzt. Nachdem der Wagen zu unserer Box zurücktransportiert wurde fanden wir heraus, das das Monocoque leider beschädigt war. Nach einer gründlichen Inspektion des Schadens zusammen mit dem ACO und Technikern des Chassis-Herstellers Lola stellten wir fest, das das Chassis nicht repariert werden kann , und wir auf den Start verzichten müssen. Wir alle hatten arbeitsreiche Tage hinter uns, um unseren Lola für die Qualifikation und das Rennen vorzubereiten, deshalb war dies natürlich eine Riesenenttäuschung für das gesamte Team, aber wenn es um die Sicherheit geht, können und werden wir keine Kompromisse eingehen.
Nun heißt es noch mal kräftig zupacken, um den Renner für den nächsten wichtigen Termin am 1.Juni fertig zu stellen, denn dann beginnt der erste Test für die 24h von Le Mans.
1000 km Spa Francorchamps 2008: Leider musste unser Lola-Mazda in der Box bleiben.
Press Release 28. April 2008: Positives Resultat für Kruse Schiller Motorsport in Monza.
Ein 6. Platz in der LMP2 Klasse und ein 13. Platz im Gesamtklassement bei den 1000km von Monza am vergangenen Wochenende und damit 3 Meisterschaftspunkte sind der erste Lohn für die Arbeit der letzten 2 Monate für das einzige deutsche private Sportwagenteam in der Le Mans Serie. Das Siegburger Team mit den Piloten Jean de Pourtales und Hideki Noda erlebte ein problemloses Rennen, in welchem bis zum Schluss hart um die einzelnen Positionen in der Klasse gekämpft wurde. Der Lola Mazda lief im Rennen wie ein Uhrwerk, nachdem im Training ein paar kleine Probleme dem Team kostbare Trainingszeit kosteten. Hektisch wurde es noch einmal kurz vor dem Start, nachdem auf der Installationsrunde ein defekter Getriebesensor diagnostiziert wurde, welcher gewechselt werden mußte und dazu führte, das Jean de Pourtales vom letzten Platz (44) aus der Boxengasse ins Rennen ging. Dem neu zum Team gestoßenen Fahrzeugingenieur Johannes Gruber gelang es über das gesamte Wochenende das Set Up des Lola Mazda stetig zu verbessern und man hat bereits weitere Dinge auf diesem Gebiet in die Wege geleitet, die sich mit einer weiteren Performanceverbesserung in Spa Francorchamps in 14 Tagen bemerkbar machen sollte. Weitere zu erwähnende Highlights waren ein 5. Platz im Warm Up und ein 6. Platz im Gesamtergebnis der "Michelin Energy Endurance Challenge" in der es um den günstigsten Kraftstoffverbrauch geht. Es bleibt nun wenig Zeit bis zum 3. Lauf der 2008er Le Mans Serie in Belgien in 14 Tagen, was neben dem Rennen am Nürburgring so etwas wie das 2 "Heimrennen" für die Siegburger Mannschaft ist.
1000 km Monza 2008: Jean de Portales
Hideki Noda: "Es ist gut dass wir nun nach all der Arbeit mit der kurzen Vorbereitungszeit unsere ersten Punkte eingefahren haben. Obwohl wir in den Trainings mit Kleinigkeiten zu kämpfen hatten, hat die Mannschaft mir und Jean einen schnellen und zuverlässigen Lola Mazda hingestellt, ebenso waren die Boxenstopps alle sehr gut - dafür möchte ich mich beim Team bedanken! Ich konnte in meinem 3fach Stint nicht ganz die volle Leistung bringen, da sich mein Sitz verschoben hat und mir dadurch mein linker Fuß eingeschlafen ist, was das Bremsen hier in Monza nicht einfacher gemacht hat..... Ich hoffe wir können in Spa an diese Leistung anknüpfen und noch dichter an die Spitze heranrücken."
Jean de Pourtales: "Das war ein hartes Stück Arbeit! Ich hatte in meinen 4 Stints einige gute Fights, obwohl es wieder einige Haarige Momente beim Überholen der GT Fahrzeuge gab. Der Mazda Motor hat heute einen entscheidenden Teil zum Resultat auf dem Hochgeschwindigkeitskurs von Monza beigetragen unsere Top Speedswaren sehr gut. Ebenso sind wir mit dem Set Up auf einem guten Weg. In den beiden Lesmo Kurven war das Handling exzellent und es hat schon Spass gemacht dort an den Audi`s und Peugeot`s dran zu bleiben. Es hat heute viel Spaß gemacht und ich denke wir können uns weiter steigern!"
Hardy Schiller: "Nach diesem Rennen ist uns allen ein Stein vom Herzen gefallen, da wir an manchen Punkten schon ein wenig am zweifeln waren. Die Mannschaft, inklusive Jean und Hideki hat im Rennen eine starke Leistung gezeigt und ich muß schon sagen, das wir mit der kurzen Vorbereitungszeit; Startplatzzusage am 12. Februar; das Auto aus Amerika holen; den Motorumbau in England in der kürze der Zeit einen super Job gemacht haben und ich schon sehr stolz auf unser Team bin! Jetzt heißt es dran bleiben um in Spa dieses Ergebnis zu toppen!"
Kai Kruse: "Bis auf ein kleines Mißverständnis in der Boxenstopstrategie was uns ca. 20 Sekunden gekostet hat und das wir aus der Boxengasse starten mußten ist unser Rennen super verlaufen. Wir möchten uns bei unseren Partnern Mazda, Lola, AER und Dunlop für deren Unterstützung bedanken. Bedanken möchte ich mich auch bei unserer Mannschaft die heute erstklassige Boxenstopps abgeliefert hat, sowie bei unserem neuen Ingenieur der uns in unserer ganzen Struktur und beim Set Up ein ganzes Stück nach vorne gebracht hat. Was man inzwischen jedoch in der LMP2 Klasse erkennen muß, daß es sich um eine 2 Klassengesellschaft handelt. Mit unserer diesjährigen Leistung wären wir im letzten Jahr 2. in der Klasse geworden. Nun fahren die Porsches bei uns in der Klasse, die ungefähr den 3-4fachen Budgetaufwand betreiben und damit auch weitaus mehr als auch viele LMP1 Teams. Diese Entwicklung halte ich für bedenklich, da Sie nicht im eigentlichen Sinne des Reglements steht das unsere Klasse den Privatteam vorbehalten sein soll."
Press Release 23. April 2008: Kruse Schiller Motorsport erwartet erstes Resultat in Monza.
Nachdem das Siegburger Team beim Saisonauftakt der Le Mans Serie vor 3 Wochen im spanischen Barcelona nicht die Zielflagge sah ist man nach einigen Änderungen am Fahrzeug und auch an der Organisationsstruktur optimistisch in Monza das erste Resultat einfahren zu können. Es waren einige Änderungen am Fahrzeug notwendig die nun zu der gewünschten Haltbarkeit führen sollen.
Auch wenn die Zeit seit dem letzten Rennen knapp war, so war das Team trotzdem in der Lage am vergangenen Freitag einen Test am Lausitzring anzusetzen, bei welchem weitere Erkenntnise gewonnen werden konnten. Ein kurzer Roll Out am Montag diente nochmals als letzter Funktionscheck, bevor der Rennauflieger am Dienstag die Reise ins Italienische Monza antrat.
1000 km Barcelona 2008: Hideki Noda
Hardy Schiller: "Barcelona war sicherlich eine große Enttäuschung für uns und wir haben zusammen mit unseren Partnern Mazda, AER und Lola die letzten Wochen hart gearbeitet um die Zuverlässigkeit unseres Lola Mazda sicherzustellen und ich bin sehr zuversichtlich das uns dies gelingen wird! Leider werde ich erst am Samstag in Monza anreisen können, da ich selber einen Rennen in der Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring fahren werde, aber ich hoffe es gibt dann zweimal Grund zur Freude."
Kai Kruse: "In Barcelona mit einem Getriebeschaden auszufallen war sicherlich unerwartet für uns, aber eine Zielankunft wäre nach der kurzen Vorbereitungszeit schon gut gewesen. Optimistisch stimmt mich der Speed. Wir sind dran und ich denke wir werden uns auch was das angeht noch steigern können. Jeder hat gesehen welches Ergebnis der Meister aus dem Vorjahr erreicht hat und jeder konnte sehen wo er im Qualyfiing stand. Priorität ist die Zielankunft, der Rest kommt von alleine."
Jean de Pourtales: "Der Lola ist toll zu fahren und die Power vom Mazda Motor ist stark, aber all das nützt solange nichts bis wir im Ziel sind. Letztes Jahr bin ich 5. In Monza geworden, dort anzuschliesen wäre eine gute Basis."
Hideki Noda: "Wir wussten das unsere Vorbereitungszeit vor Barcelona knapp war und waren daher vorsichtig optimistisch für Spanien, aber nach all dem was ich gesehen habe was seit Barcelona am Auto passiert ist, denke ich das wir in Monza - wo Leistung gefragt ist - gut mit dabei sein werden. Ich freu mich drauf!"
4. - 6. April 2008: 1000 km Barcelona, Spanien - 1. Lauf der Le Mans Serie
Das allererste Rennen für ein neues Team mit einem neuen Auto - man kann sich vorstellen, wie viel Spannung und Aufregung bei uns in der Luft war, als wir uns auf den langen Weg nach Spanien machten. Am Freitig gab es 2 freie Trainings und allmählich fing es an, ganz gut auszusehen. Mit neuem Auto und gerade mal 330 Testkilometern auf dem Buckel legte Jean im 1. Training eine 1:40.602 Min Runde hin, Hideki schafte fast das gleiche - 1:40.843 Min - im 2. Training. In beiden Trainings bedeutete dies einen soliden 9. Platz unter 15 LMP2 Wagen und zudem konnten wir viele Runden drehen. Im freien Training am Samstag gab es dann sogar Platz 8 und dies war dann auch unser Qualifikationsergebnis vom Samstagnachmittag.
Kurze Zeit später hatte dann der Motor einen kleinen "Schluckauf" und als reine Vorsichtsmaßnahme entschlossen wir uns zu einem Motorwechsel. Nach all den Wochen harter Arbeit und langen Nächten war diese Startposition schon eine kleine Belohnung für unsere Arbeit und wir fühlten uns eigentlich ganz gut auf das Rennen vorbereitet.
1000 km Barcelona 2008: Auf in die neue Saison!
Der Rennsonntag kam - aber leider wurde es nicht ein solch guter Tag wie die beiden vorherigen Trainingstage. Wir waren gerade in Runde 14 als die Motor- und Kühlwassertemperaturen in die Höhe gingen. Nach einigen Boxenstops behalfen wir uns dann damit, die Drehzahl etwas zu reduzieren, womit wir dieses Problem auch in den Griff bekamen. Nach etwa 2 Stunden verlor dann das Schaltsystem an Druck, wodurch die Gangwechsel sehr schwer wurden und letztlich ein Deckel des Getriebegehäuses Schaden nahm - Ende der Vorstellung!
Was nehmen wir aus Spanien mit? Zunächst die Erkenntnis, dass unser Auto eine gute Grundschnelligkeit hat. Bis zum nächsten Rennen in Monza müssen wir noch an der Haltbarkeit des Kühlsystems und am Getriebe arbeiten, aber da wir die Ursachen unserer Probleme jetzt kennen, sind wir ganz optimistisch.
20.-21. März 2008: Erster Test in Magny-Cours, Frankreich
Erster Test in Magny Cours - Jean de Pourtales geht auf die Strecke
Vom 20.-21. März testeten wir mit dem frisch installierten Mazda Motor erstmals auf der Piste. Die letzten 2 Wochen davor verbrachte unser Auto in der Lola Fabrik in England, dort wurde der neue Mazda Motor eingebaut und außerdem wurde die Aerodynamik auf den letzten Stand gebracht. Am Donnerstag, den 19. März gegen 1:00 Uhr morgens verliessen wir dann die Lola Fabrik in Huntingdon, Cambridgeshire und reisten von dort direkt nach Magny-Cours in Frankreich. Dort wurde uns nicht gerade ein warmer Empfang bereitet, die Temperaturen lagen im Bereich von -2°C bis +5°C und am 2. Testtag kamen noch schwere Regenfälle hinzu. Zusammen mit uns auf der Strecke waren die Teams von Speedy, Essex, Oreca, Pescarolo, Saulnier, Luccini und Creation. Während der beiden Tage konnten wir eine Menge Information sammeln und machten dabei drei wichtige Erkenntnisse:
- Wir haben ein super Team! Dies waren unsere ersten gemeinsamen Tage an der Rennstrecke, mit Ausnahme von Lars waren alle an Bord und die Zusammenarbeit verlief hervorragend.
- Wir haben ein gutes Auto! An beiden Tagen zusammen legten wir ca. 330 Kilometer zurück, das ist OK für einen Shakedown aber natürlich nicht viel für einen Test. Allerdings waren es wirklich nur kleine Probleme mit dem Motor und der Elektronik, die uns davon abhielten, mehr Runden zu fahren.
- Unser Staubsauger funktioniert hervorragend! Wir haben das Teil bis zum Anschlag getestet, weil das Auto insgesamt 3-mal im Kiesbett gelandet ist - zweimal mit Jean und einmal mit Hideki am Lenkrad.
Für eine allererste Ausfahrt ware dies alles jedoch jedoch normal, wir sind insgesamt ganz zufrieden mit den Rundenzeiten, welche Jean und Hideki dort fahren konnten und freuen uns jetzt auf das erste Rennen in Barcelona. Trotz eines extrem engen Zeitplans werden wir alles wie geplant fertig bekommen und hoffen darauf, in Barcelona bei Rennende die Zielflagge zu sehen. Sollten dabei noch ein paar Meisterschaftspunkte herausspringen, wären wir natürlich extrem happy. Weitere Fotos von den Testfahrten in Magny Cours gibt es in unserer Fotogallerie.
7. März 2008: Kruse Schiller Motorsport freut sich auf die Saison 2008
Nach der Veröffentlichung der Teilnehmerlisten für die Le Mans Serie und die 24 Std. von Le Mans 2008 wurde vom neu gegründeten KSM Team bestätigt, das es an der erfolgreichsten Langstreckenserie in Europa teilnehmen wird. Das Team hat seinen Sitz in Siegburg (bei Köln) und wird von Leonhard "Hardy" Schiller und Kai Kruse geleitet.
KSM wird mit einem Lola B07/06 der neuesten Spezifikation an den Start gehen. Das Fahrzeug wird angetrieben von einem Mazda MZR Motor, der vom erfolgreichsten LMP2-Motorenlieferanten AER entwickelt wurde. Bei den Reifen haben wir uns für Dunlop entschieden.
Was die Piloten betrifft, sind wir sehr glücklich darüber, zwei sehr schnelle und erfahrene Fahrer zur Verfügung zu haben. Jean de Pourtales, der bereits in der Le Mans Serie und bei den 24 Std. von Le Mans am Start war, erwartet bessere Resultate als 2007. Sein Partner wird der frühere Formel-1-Pilot und Sieger der japanischen Le Mans Serie Hideki Noda sein. Das Team hat sich für eine 2-Fahrer-Mannschaft entschieden, um bei den 6 Std. bzw. 1000 km langen Rennen in Barcelona, Monza, Spa, Nürburgring und Silverstone die aus sportlicher Sicht besten Optionen zur Verfügung zu haben. Zur Zeit sucht KSM noch einen erfahrenen und schnellen Piloten als Verstärkung für die 24 Std. von Le Mans, Saisonhöhepunkt für alle Sportwagenfans.
Hardy Schiller: "Wir sind glücklich darüber, in der Le Mans Serie dabei zu sein, für mich ist dies eine ganz neue Erfahrung. Ich habe vollstes Vertrauen in das, was wir aufgebaut haben und zusammen mit meinem Partner Kai, dem technischen Team unter der Leitung von Roger Parks, unseren Fahrern Jean und Hideki und unseren erstklassigen Partnern und Lieferanten freuen wir uns auf eine fantastische Saison mit unserem Lola Mazda LMP2.
Kai Kruse: "Ich bin sehr glücklich und stolz darauf, wieder bei der Le Mans Serie dabei zu sein. Es war ein sehr arbeitsreicher Winter und wir mussten leider länger als erwartet auf die Teilnahmebestätigung warten. Seit ich 2005 in der Le Mans Serie bin, ist dies das beste Paket, mit dem ich jemals am Start war. Die Le Mans Serie Organisation und der ACO haben in den letzten Jahren eines hervorragenden Job gemacht und die Qualität des Starterfeldes hat sich in diesem Jahr nochmals verbessert. Es wird ein harter Wettbewerb werden und das ist genau das worauf wir uns freuen - mit einem für uns hoffentlich guten Ergebnis.
Jean de Pourtales: "Es ist schön, wieder in der Le Mans Serie und bei den 24 Std. von Le Mans dabei zu sein. Das Team hat ein gutes Paket zusammengestellt und ich freue mich auf die ersten Runden in den nächsten Tagen. Ich freue mich ebenfalls darauf, zusammen mit Hideki zu fahren, ich denke als Team können wir gute Ergebnisse erzielen.
Hideki Noda: "Nach 2 Saisons in der japanischen Le Mans Serie und dem Sieg in der Meisterschaft freue ich mich jetzt auf Europa. Das Treffen mit dem Team bei Lola in England hat mich sehr zuversichtlich gestimmt und ich bin sicher, das KSM genau die Mannschaft ist, für die ich gerne fahren will. Der Wettbewerb in der LMP2 Klasse wird in dieser Saison sehr hart sein und zusammen mit Jean und der Unterstüzung unserer Partner wird es ein erfolgreiches Jahr werden!
19. Februar 2008: Kruse Schiller Motorsport erhält einen Startplatz bei den 24 Std. von Le Mans
Der Veranstalter der 24 Std. von Le Mans veröffentlichte heute die Liste der Starter für das diesjährige Rennen. Am Samstag, den 14. Juni 2008 um 15:00 Uhr werden 55 Fahrzeuge am Start sein - 20 Sportprototypen in der LMP1 Kategorie, 12 in der LMP2 Kategorie, 10 GT1 Fahrzeuge und 13 in der GT2 Kategorie. Unter den "Auserwählten" ist unser Lola Mazda, wir werden wie auch in der Le Mans Serie mit unserer üblichen Startnummer 44 dabei sein. Weitere Informationen und natürlich die vollständige Starterliste gibt es auf der Website des Veranstalters A.C.O..
11. Februar 2008: Der A.C.O. veröffentlicht die Liste der Le Mans Serie Teilnehmer
Die Liste der 50 fest startberechtigten Teilnehmer der Le Mans Serie wurde heute veröffentlicht - und wir sind dabei! Der größte Teil des Feldes wird aus Sportprototypen bestehen - davon 15 sehr starke Fahrzeuge in der LMP2 Kategorie. Unsere Wettbewerber sind 3 Porsche RS Spyder, 2 Embassy-Judds, 2 Zyteks, 1 Pescarolo-Judd, der Lucchini-Judd, der WR-Zytek, der Bruichladdich Radical AER, der RML MG Lola, ein Speedy Racing Lola-Judd Coupé und der Quifel-ASM Lola-AER. Die vollständige Teilnehmerliste und einen Saisonüberblick der Le Mans Serie 2008 findet man auf www.lemans-series.com.





