Die 24 Stunden von Le Mans
Für alle, die's noch nicht wissen: Es handelt sich bei den 24. Stunden von Le Mans zunächst einmal um ein Sportwagenrennen, und zwar um das älteste und größte Rennen dieser Art weltweit. Aber nur von einem Rennen zu sprechen, wäre zu wenig, denn mit der Woodstock-ähnlichen Atmosphäre, die sich da alljährlich an der Sarthe entwickelt, kommt die Bezeichnung Festival der Sache wohl näher.
Die 1. Ausgabe der 24 Std. von Le Mans fand bereits 1923 statt. Die Idee war, durch ein Rennen, welches auch nachts weiterlief, die Zuverlässigkeit der Autos zu testen. Dabei ging es nicht nur um die Motoren, sondern auch um Zubehörteile wie zum Beispiel die Lichter der Fahrzeuge, deren Entwicklung ja damals noch in den Kinderschuhen steckte. Daran hat sich im Prinzip bis heute nicht allzu viel geändert, denn neben der Schnelligkeit bestimmt noch immer die Zuverlässigkeit den Rennverlauf ganz entscheidend (obwohl die Lichter jetzt in der Regel keine große Rolle mehr spielen...). In der Anfangszeit mussten die Fahrer bei den Boxenstops ihre Wagen übrigens noch selbst betanken und die Reifen wechseln.
Die Vorkriegsjahre wurden von Herstellern wie Bugatti, Alfa Romeo und Bentley dominiert, nach Wiederaufnahme der Rennen nach dem Krieg waren es dann zunächst Marken wie Ferrari, Mercedes und Jaguar, die den Ton angaben. Le Mans ist leider auch durch den größten Unfall in der Geschichte des Motorsports bekannt geworden. Während des Rennens im Jahr 1955 touchierte der Mercedes des Franzosen Pierre Levegh auf der Start- und Zielgeraden den Austin Healey von Lance Macklin. Levegh's Mercedes flog in die Zuschauerränge, dabei wurden er selbst und über 80 Zuschauer getötet und es gab Hunderte von Verletzten. Nach dieser Katastrophe zog sich Mercedes Benz aus dem Motorsport zurück, und es dauerte über 30 Jahre, bis man die Autos mit dem Stern wieder auf der Rennstrecke sah.
1967: Bergab von der Dunlopbrücke zu den "Esses", © Derek Appleyard
In den 60er Jahren waren es die Duelle zwischen Ferrari und Ford, welche Le Mans weltweite Aufmerksamkeit bescherten. Der Ford GT40 wurde extra zu dem Zweck entwickelt, Ferrari zu schlagen, nachdem Enzo Ferrari Vertragsverhandlungen über die Übernahme seiner Firma durch Ford in letzter Minute abgebrochen hatte. 1966 reiste Henry Ford II höchstpersönlich nach Frankreich, um seine Autos zu einem fotogenen 1-2-3 Zieleinlauf zu arrangieren. In der Folge erzielte Ford noch 3 weitere Siege mit dem GT40. 1969 gab es das knappste Le Mans Finish aller Zeiten, mit gerade mal 100 Metern Abstand zischen dem siegreichen Ford GT40 von Jacky Ickx und Jackie Oliver vor dem Porsche 908 von Hermann und Larrousse. Das gleiche Jahr bedeutet aber auch das Ende des berühmten Le-Mans-Starts, bei dem die Fahrer zu Ihren Autos über die Strecke sprinten und diese selber starten mussten. Wie viele seiner Kollegen fand der Belgier Jacky Ickx diesen Start zu gefährlich und bummelte demonstrativ langsam zu seinem Rennwagen. Er kam so zwar erst als letzter vom Start weg, gewann aber trotzdem. Seitdem gibt es eine Einführungsrunde mit anschließendem fliegenden Start.
In den 70er Jahren waren zur Freude der französischen Zuschauer einheimische Autos sehr erfolgreich, mit 3 Matra-Siegen in Folge von 1971-73 - mit dem Lokalmatador Henri Pescarolo - sowie einem Renault-Sieg 1978. Ab 1977 durften die Teams 3 Fahrer pro Auto einsetzen, bis dahin waren nur 2 Piloten erlaubt.
Der erfolgreichste Hersteller in den letzten 3 Jahrzehnten war Porsche mit insgesamt 16 Le-Mans-Siegen zwischen 1970 und 1998, angefangen mit dem legendären Porsche 917. Erfolgreichster Fahrer für die Stuttgarter war Jackie Ickx, der alleine 4 seiner 6 Le-Mans-Siege auf Porsche-Fahrzeugen errang. Gleichzeitig produzierte Porsche den wohl langlebigsten Sportwagen in der Le Mans Geschichte, den Typ 956/962, mit dem das Werk, aber auch einige Privatteams von 1982 bis 1987 in Serie gewannen. Mercedes (1989) und Jaguar (1988, 1990) polierten zwischenzeitlich mit einem bzw. zwei Siegen früheren Glanz wieder auf. Seit dem Jahr 2000 setzt Audi die Maßstäbe mit bisher 7 Siegen, die letzten 2 davon mit einem Dieselfahrzeug.
Die Rennstrecke: Der "Circuit des 24 Heures" ist einer der letzten Straßenrennkurse der Welt, der größte Teil der Strecke wird außerhalb der Rennen vom normalen Verkehr benutzt. Der Streckenverlauf hat sich im Laufe der Jahre immer wieder einmal verändert, am deutlichsten im Jahr 1990: Auf Druck der FIA als oberster Institution des Motorsports mussten die Veranstalter in die mit 7 km Länge bis dahin längste Gerade der Welt 2 Schikanen einbauen, weil laut neuer Bestimmungen keine Gerade von mehr als 2 km Länge zulässig war. Der A.C.O wehrte sich zwar lange dagegen, aber als man damit drohte, dem Rennen jeglichen offiziellen Status und potentiellen Teilnehmern die Lizenzen zu entziehen, gab man nach. Nicht nur der Charakter der Rennstrecke änderte sich, auch die Autos waren betroffen: War bis dahin die Höchstgeschwindigkeit ein wichtiges Thema, so stand jetzt der nötige Abtrieb im Vordergrund. Die Spitzengeschwindigkeiten, bis dahin bei knapp über 400 km/h angekommen, sanken um 30-40 km/h, die Rundenzeiten stiegen um 12-15 Sekunden. Einen weiteren größeren Umbau gab es 2002, als der Abschnitt zwischen der Dunlopbrücke und Tertre Rouge komplett umgebaut wurde. Es kam eine neue Schikane hinzu und die Strecke wurde etwas länger. In der jetzigen Version beträgt die Streckenlänge 13.65 km.
Die Fahrer: Hermann Lang, Phil Hill, Bruce McLaren, Jacky Ickx, Graham Hill, Jochen Rindt, in der Siegerliste finden sich viele große Namen, vor allem in den 60ern und 70ern, als es für Grand-Prix-Rennfahrer durchaus noch üblich war, zusätzlich Sportwagenrennen zu bestreiten. Dies hat sich in den letzten 2 Jahrzehnten geändert, denn im Zeitalter der Exklusiv-Verträge sowie regelmäßiger Überschneidungen mit dem Formel-1-Kalender sieht man leider keine aktiven Grand Prix Fahrer in Le Mans, dafür aber relmäßig talentierte Nachwuchspiloten. Fahrer wie Michael Schumacher, Mark Webber, David Coulthard, Alan McNish und Alexander Wurz haben sich in Le Mans schon vor ihrem Einstieg in die Formel 1 erste Lorbeeren verdient. Rekordhalter ist zur Zeit der Däne Tom Kristensen mit 7 Gesamtsiegen, gefolgt von Jacky Ickx mit 6 und Derek Bell mit 5 Siegen..
Wichtige Regeln - Stand 2008
Der Start
- Zum Start stellen sich die Fahrzeuge nach einem versetzten 2 x 2 Schema auf, nach einer Runde hinter dem Führungswagen gibt es einen rollenden Start.
- Der schnellste Fahrer jedes Teams soll beim Start am Steuer sitzen.
- Falls ein Fahrzeug nicht zum Start erscheinen kann, hat das Team max. 1 Stunde Zeit um aus der Boxengasse zu starten, bevor es aus der Wertung ausgeschlossen wird.
Boxenstops
- Der Motor muss ausgeschaltet und nach Ende des Boxenstopps mit Bordmitteln wieder angelassen werden.
- Während des Betankens darf niemand am Auto arbeiten, der Wagen darf nicht aufgebockt werden. Einzige Ausnahmen sind das Reinigen der Scheiben und der Fahrerwechsel.
- Bei den Reifenwechseln und Reparaturen in der Boxengasse dürfen nur maximal 4 Mechaniker im Einsatz sein. Sobald das Fahrzeug in die Garage geschoben wird, dürfen beliebig viele Leute daran arbeiten.
- Geschwindigkeitslimit in der Boxengasse ist 60 km/h.
- Es ist strikt verboten, beim Anfahren in der Boxengasse die Reifen durchdrehen zu lassen!
Reparaturen
- Chassis und Motorblock dürfen natürlich nicht getauscht werden, seit den berühmten 4-Minuten-Getriebewechseln bei Audi gilt dies auch für Getriebegehäuse und Differential.
- Ersatzwagen sind nicht erlaubt, sollte also ein Fahrer den Wagen beim Training oder Warm-Up irreparabel demolieren, hat das Team ein freies Wochenende.
Wertung
- Dies ist ein Langstreckenrennen! Man wird nur gewertet, wenn man mindestens 70% der Distanz des jeweiligen Klassensiegers zurückgelegt hat und um 16:00 Uhr sonntags die karierte Flagge sieht. Wer also nach 23 Std. und 55 Minuten in Führung liegend ausfällt, taucht noch nicht mal in den Ergebnislisten auf, selbst wenn er bis dahin mehr Runden als der spätere Sieger zurückgelegt hat.
Zeitstrafen
- Wer sich auf der Piste irgendwie daneben benimmt, dem wird vom Veranstalter eine Durchfahrts- oder Zeitstrafe aufgebrummt. Wird ein Fahrer mit der schwarzen Flagge zu einer Zeitstrafe in die Boxengasse gewunken, dann hat er maximal 4 Runden Zeit, diese Strafe anzutreten. Zeitstrafen dürfen nicht mit einem Boxenstopp kombiniert werden.
Fahrer
- Pro Auto sind nur maximal 3 Fahrer zugelassen. Fahrer dürfen während des Rennens nicht von einem in ein anderes Auto (z.B. innerhalb desselben Teams) wechseln.
- Jeder Fahrer muss während des Rennens mindestens 3 Runden bei Dunkelheit zurücklegen.
- Jeder Fahrer muss sich im Training qualifizieren (115 % Regel auf die Durchschnittszeit der 3 Klassenbesten bezogen) und mindestens 3 Runden bei Dunkelheit zurückgelegt haben.
- Innerhalb eines beliebigen 6-Stunden-Zeitfensters darf kein Fahrer mehr als 4 Stunden fahren (abzügl. Zeit der Boxenstopps)
- Insgesamt darf ein Fahrer nur maximal 14 Stunden im Einsatz sein.
Unterwegs
- Entfernt sich ein Fahrer während des Rennens auf der Rennstrecke mehr als 10 Meter von seinem Fahrzeug, zählt dies aus Ausfall und der Wagen darf nicht weiter am Rennen teilnehmen.
- Auf der Rennstrecke darf keine fremde Hilfe in Anspruch genommen werden. Reparaturen dürfen nur vom Fahrer selbst mit den an Bord befindlichen Werkzeugen und Ersatzteilen vorgenommen werden. Das Auffüllen von Treibstoff an der Strecke ist verboten.
- Fahrer dürfen ihr Auto nicht schieben.
- Die Lichter des Fahrzeugs müssen ständig eingeschaltet sein.
- Eine der verrücktesten Regeln und vor allem bei Dunkelheit kaum zu kontrollieren: Die weißen Linien welche die Strecke begrenzen sowie die Randsteine dürfen nicht mitbenutzt werden.
Sprit
- Alle Teams müssen den vom Veranstalter bereitgestellten Treibstoff benutzen.
Reifen
- Kann man so oft wechseln, wie man möchte.
Alle Gesamtsieger seit 1923
| Jahr | Fahrzeug | Fahrer (Nationalität) | ||
| 1923 | Chenard & Walcker | André Lagaché (F), René Leonard (F) | ||
| 1924 | Bentley 3-Litre | John Duff (GB), Francis Clement (GB) | ||
| 1925 | La Lorraine | Gérard De Courcelles (F), André Rossignol (F) | ||
| 1926 | La Lorraine | Robert Bloch (F), André Rossignol (F) | ||
| 1927 | Bentley 3-Litre | Dudley Benjafield (GB), Sammy Davis (GB) | ||
| 1928 | Bentley 4.5 | Woolf Barnato (GB), Bernard Rubin (GB) | ||
| 1929 | Bentley Six Speed | Woolf Barnato (GB), Sir Henry Birkin (GB) | ||
| 1930 | Bentley Six Speed | Woolf Barnato (GB), Glen Kidston (GB) | ||
| 1931 | Alfa Romeo 8C-2300sc | Earl Howe (GB), Sir Henry Birkin (GB) | ||
| 1932 | Alfa Romeo 8C-2300sc | Raymond Sommer (F), Luigi Chinetti (I) | ||
| 1933 | Alfa Romeo 8C-2300sc | Raymond Sommer (F), Tazio Nuvolari (I) | ||
| 1934 | Alfa Romeo 8C-2300sc | Luigi Chinetti (I),Phillipe Etancelin (F) | ||
| 1935 | Lagonda M45R | J.S. Hindmarsh (GB), Louis Fontes (RA)* | ||
| 1936: Rennen wurde abgesagt | ||||
| 1937 | Bugatti S7Gsc | Jean-Pierre Wimile (F), Robert Benoist (F) | ||
| 1938 | Delhaye 135M | Eugène Chaboud (F), Jean Tremoulet (F) | ||
| 1939 | Bugatti S7Gsc | Jean-Pierre Wimile (F), Pierre Veyron (F) | ||
| 1940-1948: Rennen wurden abgesagt | ||||
| 1949 | Ferrari 166MM | Luigi Chinetti (USA), Lord Selsdon (GB) | ||
| 1950 | Talbot-Lago | Louis Rosier (F), Jean-Louis Rosier (F) | ||
| 1951 | Jaguar C-Type | Peter Walker (GB), Peter Whitehead (GB) | ||
| 1952 | Mercedes-Benz 300SL | Hermann Lang (D), Fritz Reiss (D) | ||
| 1953 | Jaguar C-Type | Tony Rolt (GB), Duncan Hamilton (GB) | ||
| 1954 | Ferrari 375 | Juan Froilan Gonzales (RA), Maurice Trintignant (F) | ||
| 1955 | Jaguar D-Type | Mike Hawthorn (GB), Ivor Bueb (GB) | ||
| 1956 | Jaguar D-Type | Ron Flockhart (GB), Ninian Sanderson (GB) | ||
| 1957 | Jaguar D-Type | Ron Flockhart (GB), Ivor Bueb (GB) | ||
| 1958 | Ferrari 250TR58 | Olivier Gendebien (B), Phil Hill (USA) | ||
| 1959 | Aston Martin DBR1 | Caroll Shelby (USA), Roy Salvadori (GB) | ||
| 1960 | Ferrari 250TR59/60 | Olivier Gendebien (B), Paul Frère (B) | ||
| 1961 | Ferrari 250TR61 | Olivier Gendebien (B), Phil Hill (USA) | ||
| 1962 | Ferrari 250P | Olivier Gendebien (B), Phil Hill (USA) | ||
| 1963 | Ferrari 250P | Ludovico Scarfiotti (I), Lorenzo Bendini (I) | ||
| 1964 | Ferrari 275P | Jean Guichet (F), Nino Vaccarella (I) | ||
| 1965 | Ferrari 250LM | Jochen Rindt (A), Masten Gregory (USA) | ||
| 1966 | Ford GT40 Mk II | Chris Amon (NZ), Bruce McLaren (NZ) | ||
| 1967 | Ford GT40 Mk IV | Dan Gurney (USA), A.J. Foyt (USA) | ||
| 1968 | Ford GT40 | Pedro Rodriguez (MX), Lucien Bianchi (B) | ||
| 1969 | Ford GT40 | Jacky Ickx (B), Jackie Oliver (GB) | ||
| 1970 | Porsche 917 | Hans Hermann (D), Richard Attwood (GB) | ||
| 1971 | Porsche 917 | Helmut Marko (A), Gijs van Lennep (NL) | ||
| 1972 | Matra-Simca MS670 | Henri Pescarolo (F), Graham Hill (GB) | ||
| 1973 | Matra-Simca MS670B | Henri Pescarolo (F), Gérard Larousse (F) | ||
| 1974 | Matra-Simca MS670B | Henri Pescarolo (F), Gérard Larousse (F) | ||
| 1975 | Mirage-Ford M8 | Jacky Ickx (B), Derek Bell (GB) | ||
| 1976 | Porsche 936 | Jacky Ickx (B), Gijs van Lennep (NL) | ||
| 1977 | Porsche 936 | Jacky Ickx (B), Jurgen Barth (D), Hurley Haywood (USA) | ||
| 1978 | Renault-Alpine A442 | Jean-Pierre Jaussaud (F), Didier Pironi (F) | ||
| 1979 | Porsche 935 | Klaus Ludwig (D), Bill Whittington (USA), Don Whittington (USA) | ||
| 1980 | Rondeau-Ford M379B | Jean-Pierre Jausxaud (F), Jean Rondeau (F) | ||
| 1981 | Porsche 936-81 | Jacky Ickx (B), Derek Bell (GB) | ||
| 1982 | Porsche 956-82 | Jacky Ickx (B), Derek Bell (GB) | ||
| 1983 | Porsche 956-83 | Vern Schuppan (AUS), Hurley Haywood (USA), Al Holbert (USA) | ||
| 1984 | Porsche 956B | Klaus Ludwig (D), Henri Pescarolo (F) | ||
| 1985 | Porsche 956B | Klaus Ludwig (D), Paolo Barilla (I), "John Winter" (D) | ||
| 1986 | Porsche 962C | Derek Bell (GB), Hans Stuck (D), Al Holbert (USA) | ||
| 1987 | Porsche 962C | Derek Bell (GB), Hans Stuck (D), Al Holbert (USA) | ||
| 1988 | Jaguar XJR-9LM | Johnny Dumfries (GB), Jan Lammers (NL), Andy Wallace (GB) | ||
| 1989 | Sauber-Mercedes C9 | Jochen Mass (D), Stanley Dickens (S), Manuel Reuter (D) | ||
| 1990 | Jaguar XJR-12 | Martin Brundle (GB), John Nielsen (DK), Price Cobb (USA) | ||
| 1991 | Mazda 787B | Johnny Herbert (GB), Bertrand Gachot (B), Volker Weidler (D) | ||
| 1992 | Peugeot 905 | Derek Warwick (GB), Yannick Dalmas (F), Mark Blundell (GB) | ||
| 1993 | Peugeot 905B | Geoff Brabham (AUS), Eric Helary (F), Christophe Bouchut (F) | ||
| 1994 | Dauer Porsche 962LM | Yannick Dalmas (F), Hurley Haywood (USA), Mauro Baldi (I) | ||
| 1995 | McLaren F1 GTR | Yannick Dalmas (F), J.J. Lehto (SF), Masanori Sekiya (J) | ||
| 1996 | Porsche WSC95 | Manuel Reuter (D), Alex Wurz (A), Davy Jones (USA) | ||
| 1997 | Porsche WSC95 | Michele Alboreto (I), Stefan Johannson (S), Tom Kristensen (DK) | ||
| 1998 | Porsche 911 GT1 | Allan McNish (GB), Stéphane Ortelli (F), Laurent Aiello (F) | ||
| 1999 | BMW V12 LMR | Yannick Dalmas (F), Jo Winkelhock (D), Pierluigi Martini (I) | ||
| 2000 | Audi R8 | Frank Biela (D), Tom Kristensen (DK), Emanuele Pirro (I) | ||
| 2001 | Audi R8 | Frank Biela (D), Tom Kristensen (DK), Emanuele Pirro (I) | ||
| 2002 | Audi R8 | Frank Biela (D), Tom Kristensen (DK), Emanuele Pirro (I) | ||
| 2003 | Bentley EXP Speed 8 | Rinaldo Capello (I), Tom Kristensen (DK), Guy Smith (GB) | ||
| 2004 | Audi R8 | Rinaldo Capello (I), Tom Kristensen (DK), Seiji Ara (J) | ||
| 2005 | Audi R8 | Tom Kristensen (DK), JJ Lehto (SF), Marco Werner (D) | ||
| 2006 | Audi R10 | Frank Biela (D), Marco Werner (D), Emanuele Pirro (I) | ||
| 2007 | Audi R10 | Frank Biela (D), Marco Werner (D), Emanuele Pirro (I) | ||




